Seminar:

Ist das Thema "Sexualität und Behinderung" immer noch ein Tabuthema?

Sexualität ist ein integraler Bestandteil jeder Persönlichkeit, bei Menschen mit Behinderungen / Beeinträchtigungen wird sie immer noch häufig tabuisiert oder abgelehnt.

In der täglichen Arbeit mit Menschen mit Behinderung gibt es oft Situationen, die offen sexuelle Probleme ausdrücken und bzw. oder mehr oder weniger sexualisiert erlebt werden. Hier entstehen schnell Gefühle von Unsicherheit, Peinlichkeit und Abwehr. Die Bemühungen um die Integration von beeinträchtigten Menschen dürfen sexuelle Inhalte aber nicht ausklammern.

In diesem Seminar wird es darum gehen, sich offen mit Fragen auseinanderzusetzen, die im Rahmen der Betreuung und Assistenz auftauchen.

Einige theoretische Überlegungen sollen dabei helfen die eigenen Sichtweisen zu überdenken und die Kompetenzen und Handlungsspielräume zu erweitern.

Wir betrachten die sogenannte "sexuelle Identität" auf der Grundlage der Aneignungstheorie und des Isolationsbegriffs. Der Rückblick auf die eigene psycho-sexuelle Entwicklung ist oft sehr hilfreich.

Eine zentrale These lautet:

Sexualerziehung ist Sozialerziehung !

Anhand von Praxisbeispielen, die von den Teilnehmern eingebracht werden, können eigene Standpunkte erkannt, problematisiert und miteinander reflektiert werden.

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Behindertenhilfe